° Weinjahr 2006 - ein Jahr der Wetterextreme
Nach einem kalten, sehr langen und bis in das Frühjahr reichenden Winter, gab es im Mai ein kurzes Frühlingsintermezzo. Am 20. Mai kam ein Hagel nieder, der die Triebe zum Teil stark angeschlagen hat. Es folgten drei Wochen Wind, Regen und für die Jahreszeit sehr kühles Wetter. Ab dem 10. Juni setzte der Sommer ein, rechtzeitig zur Fußball-WM. Die Rebblüte begann am 16. Juni, zur Überraschung drei Tage früher als im langjährigen Durchschnitt. Ende der Blüte war am 26. Juni. Im Juli war Sommer pur und die Rebenentwicklung sehr gut. Der August war zu nass und zu kalt. Im Nachhinein war das gut, sonst hätten wir durch zu frühe Reife Weine mit wenig Frucht und Bukett geerntet. Der September war zum Glück wieder trocken und die Trauben konnten gut ausreifen. Es folgte ein traumhafter Oktober mit für die Reife so wichtigen kühlen Nächten und warmen Sonnentagen. Nur am 3. Oktober hatten wir einen ganzen Tag Niederschlag. Die Weinlese, die am 25. September begann, ging für uns zügig, aber nicht hektisch von statten. Wir konnten vor allem die Rotweine zur optimalen Reife und kerngesund ernten. Die Lese war am 17. Oktober beendet. Die Jungweine, die diese Extreme zum Glück nicht widerspiegeln, begeistern uns schon jetzt durch ihre Harmonie und Fruchtigkeit.
Alles in allem ein sehr gutes Weinjahr 2006!