° Weinjahr 2008
Der Winter verlief mild mit wenigen Frosttagen, danach bekamen wir von Mitte Januar bis Ende März ergiebigen Regen und an Ostern gab es ein kleines Winterintermezzo mit 5 cm Schnee. Die Maifröste blieben aus, die Witterung verlief günstig für die Rebenentwicklung.
Mit Spätburgunder begann am 6. Juni die Blüte, die 3. früheste an die sich Konrad erinnern kann. Lässt die Klimaerwärmung doch grüßen? Der Juli war fast zu trocken, den Junganlagen sah man es deutlich an, doch dann kam der ersehnte Regen. Die Trauben konnten optimal reifen und hatten eine ausgewogene Reife- und Säurestruktur. Zum optimalen Zeitpunkt, der physiologischen Reife, d. h. die Beerenhaut ist reif, nahezu durchlässig und beginnt sich schon teilweise aufzulösen, die Traubenkerne sind braun und hart und die Stielansätze verholzt, begannen wir mit Bacchus am 13. September die Weinlese und beendeten Sie mit einer Riesling Spätlese (98° Oe) am 3. November. Die Weißweine sind sehr ausgewogen und harmonisch in Säure, Alkohol und Frucht. Nur die Menge ist leider etwas geringer als im Vorjahr. Die Rotweinsorten Schwarzriesling und Spätburgunder haben wir in zwei sehr selektiven Lesedurchgängen mit knapp an die 100° Oe und leicht darüber als hochreifes Lesegut geerntet.
Wir mussten mehr arbeiten als 2007, doch es hat sich voll gelohnt – wir sind sehr zufrieden und freuen uns auf die Weine vom Jahrgang 2008.